Wesdeutsche Zeitung: "Deutsch-russischer Streit um das Drei-Kaiser-Denkmal"

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Газета Wesdeutsche Zeitung поместила материал об июньской Конференции в Вуппертале под заголовком "Deutsch-russischer Streit um das Drei-Kaiser-Denkmal", который мы предлагаем вашему вниманию вместе с комментариями читателей на сайте газеты. Обращаем ваше внимание, что в тексте газеты допущена неточность - на конференции Генеральное консульство Бонн представлял консул-советник В.А. Пятин. (Редакция)

Deutsch-russischer Streit um das Drei-Kaiser-Denkmal

Soll das Drei-Kaiser-Denkmal so bleiben? Oder sollen alle Säulen wieder so prachtvoll hergerichtet werden wie die vordere des Preußenkönigs. Der russische Staat bietet an, letzteres zu finanzieren.

Von Bastian Hamacher

Soll das Drei-Kaiser-Denkmal so bleiben? Oder sollen alle Säulen wieder so prachtvoll hergerichtet werden wie die vordere des Preußenkönigs. Der russische Staat bietet an, letzteres zu finanzieren.

Hardt. Jahrelang führte es auf der Hardt ein Schattendasein – jetzt steht das Drei-Kaiser-Denkmal im Mittelpunkt einer emotionalen Auseinandersetzung. Denn der russische Staat hat auf Vermittlung des Wuppertaler Kulturvereins Applaus angeboten, das Denkmal mit russischen Mitteln zu restaurieren. Dass dieser Vorstoß aber in Wuppertal nicht auf allzu viel Gegenliebe stößt, zeigte am Dienstagabend eine Podiumsdiskussion auf Einladung des „Kulturforums der Sozialdemokratie“ (siehe Kasten).

Gewissermaßen die russische Position vertraten dabei Ludmilla Gutina, die Geschäftsführerin des Wuppertaler Vereins Applaus, und Jewgenij Schmagin, Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn. Sie setzen sich für eine Rekonstruktion des Denkmals in dem Zustand ein, den es vor dem Zweiten Weltkrieg hatte – mit goldverziertem Geländer und drei gleich gut erhaltenen Säulen, auf denen an die Monarchen der preußisch-russisch-österrichischen Allianz gegen Napoleon erinnert wird (siehe Kasten). Störend empfinden beide – und auch viele am Dienstagabend anwesende Mitglieder von Wuppertals russischer Gemeinde – dass derzeit nur die Säule des preußischen Königs restauriert ist, während die des russischen Zaren sich in eher bröselndem Zustand präsentiert.

Konsul: Russland fühlt sich auch im Ausland für Denkmäler zuständig
Eine Rekonstruktion wollen Schmagin und Gutina als Geste der deutsch-russischen Völkerfreundschaft verstanden wissen – durch die Erinnerung an den gemeinsamen Kampf gegen Napoleon und damit auch an gemeinsame Traditionen, die älter sind als die feindlichen der beiden Weltkriege. Daneben meldete Konsul Schmagin auch den Anspruch und das Angebot der russischen Regierung an, Denkmäler mit russisch-nationalem Bezug auch im Ausland zu erhalten.

Dabei meldete vor allem Eberhard Illner, Chef des Historischen Zentrums und Vertreter der Stadt vor Ort, Bedenken an: Es gehe um ein deutsches Bürgerdenkmal in einer deutschen Kommune – und auch der Bezug zu Russland rechtfertige auf keinen Fall eine russische Einmischung oder Ansprüche. Eberhard Illner: „Das hat auch mit dem ganz unterschiedlichen Geschichtsverständnis zu tun.“ Denn in Deutschland sei das ein eher (selbst-)kritisches und interpretierendes, in Russland eher ein die Vergangenheit idealisierendes.

Mit dem Historiker Michael Okroy warb Illner daher dafür, das Denkmal in seiner jetzigen Gestalt zu belassen – weil es mit seinen Spuren der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Vernachlässigung die wechselvollen deutsch-russischen Beziehungen anschaulich begreifbar mache.

Über das Thema diskutierten beim SPD-Kulturforum am Dienstag der frühere SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Grätz, der Leiter des Historischen Zentrums, Eberhard Illner, der Historiker Michael Okroy, Ludmilla Gutina von Applaus und der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin. Es moderierte der Landtagsabgeordnete Andreas Bialas.

Leserkommentare (4)

von Beobachter | 29.06.12 - 06:51 Uhr
Realitätssinn
Nix "ewig gestrige" sondern realitätsbewusst.
Heute sanieren sie ein Denkmal, morgen schicken sie einen Bürgermeisterkandidaten und ehe die Müslifraktion ihre rosa Brille absetzt seid ihre russische Besatzungszone.
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von Elberfelder | 28.06.12 - 18:37 Uhr
Man stelle sich mal vor, ein Deutscher Generalkonsul würde sich in Russland einmischen und die Restaurierung von Deutschen Denkmälern (Sofern es diese überhaupt gibt) einfordern.. Die Russen würden sofort die Einmischung in innere Angelegenheiten beklagen und mit Konsequenzen drohen. Eine Frechheit was die Russen da machen.
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von Norbert Bernhardt | 28.06.12 - 17:23 Uhr
Denk mal!
Denkmale heißen so, weil sie zum Denken anregen sollen. Und nicht, daß man sie gewissenhaft verfallen läßt.
Das Drei-Kaiser-Denkmal erinnert an 1813/4 und nicht an 1918 oder 1945.
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von Horst Großewiese | 28.06.12 - 16:12 Uhr

Betonköpfe
Sind die ewig Gestrigen immer noch nicht zur Vernunft gekommen?Hoffentlich setzen sich die Betonköpfe nicht durch und machen endlich Frieden mit sich selbst.Das würden ein großer Teil der Bürger sich wünschen.Man sollte froh sein,dass sich die Russische Regierung für eine
Renovierung des Denkmals finanziell einbringt.
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