Dialog mit russischen Firmen in NRW

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Russland ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. 30 Prozent aller deutschen Investitionen in Russland werden von Unternehmen aus NRW getätigt, mehr als 16 Prozent aller deutschen Exporte nach Russland stammen aus NRW.

Am 13. März hatten die NRW. INVEST GmbH, das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie Mittelstand und Handwerk sowie der Verband der russischen Wirtschaft in Deutschland russische Unternehmen aus Nordhrein-Westfalen erstmals zu einem Dialog in den Düsseldorfer Industrieclub eingeladen, um über den Ausbau der Zusammenarbeit zu beraten.

„Wir wollen russische Unternehmen noch stärker bei ihrem Engagement in Nordrhein-Westfalen unterstützen“, sagte Petra Wassner, Geschäftsführerin der NRW.INVEST GmbH. Russische Investoren hätten viel Potenzial, so Wassner, momentan liege man bei der Zusammenarbeit aber noch unter den Möglichkeiten. Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, stellte fest, dass die wirtschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und Russland auf einer stabilen Grundlage stehe.

Der gegenwärtige Krim-Konflikt sei sehr komplex und verworren, eine einfache Lösung werde es nicht geben. Um so wichtiger sei es, dass negative wirtschaftliche Folgen vermieden werden.

Russlands Generalkonsul in Bonn, Jewgenij Schmagin, sagte im Hinblick auf die angedrohten Sanktionen der Europäischen Union zu den Teilnehmern: „Ich hoffe, dass wir uns auch in der nächste Woche noch beim Vornamen nennen. Wir brauchen heute mehr Zusammenhalt als gestern.“ Er rief die Unternehmen auf, die wirtschaftliche Kooperation weiter zu intensivieren und bot dabei die Unterstützung des Generalkonsulates in Bonn an.

Alexander Rahr, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der russischen Wirtschaft in Deutschland, lobte die Haltung der deutschen Wirtschaft in der gegenwärtigen Krise. Sie setze alles daran, Schlimmes zu verhindern, so Rahr. Dagegen kritisierte er die Berichterstattung der deutschen Medien gegenüber Russland, insbesondere über Sotschi, hart. Man habe die Menschen dort beleidigt. Vielleicht erkläre sich das heutige Problem zwischen Russland und Deutschland auch in der Psychologie, in den Demütigungen, die die Russen erfahren hätten. Er betonte die Bedeutung der von Wladimir Putin angeregten Schaffung einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok. „Wenn wir diese Idee nicht hinbekommen,“ sagte Rahr, „wird Europa gespalten. Dann entfernt sich der russische Markt von uns.“

Rahr lud die russischen Unternehmen ein, sich im VDR zu engagieren. Der Verband hätte mit einem Platz in der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe eine starke Stimme. Ziel des Verbandes sei es, nun auch Strukturen in den Regionen aufzubauen.

Die Teilnehmer am Dialog waren sich einige, die Form der Zusammenkunft fortzusetzen. Auch bei den japanischen oder chinesischen Unternehmen habe der Aufbau einer Infrastruktur viel Zeit in Anspruch genommen, erklärte Petra Wassner. Heute würden die Firmen in Deutschland von starken Verbände und Handelskammern vertreten. Der nun begonnene Dialog mit der russischen Wirtschaft in Nordrhein Westfalen soll künftig mit zweimal jährlichen Treffen fortgeführt werden.

Quelle: owc.de