Краснокаменск - свидание с Родиной

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В июне в Германии и в сентябре в России состоится премьера документальной киноленты "Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch" Марианны Карпер и Ольги Делане. Фильм рассказывает о социальных и экологических проблемах сибирского города Краснокаменска, где с 60-х годов прошлого столетия ведется добыча урана на одном из крупнейших в мире месторождений.

В аннотации к фильму автор сценария и режиссер О. Делоне, родившаяся и выросшая в Краснокаменске, рассказала об идее создания фильма, которая возникла после того, как она покинула родные края и переехала в Германию, а затем спустя 16 лет вновь посетила город своего детства.
Премьера фильма пройдет 27 июня в Берлине (кинотеатр Babylon) и Москве (Центр Сахарова), в Германии фильм также будет демонстрироваться в Дрездене и Мюнхене.

Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch.

Ein Dokumentarfilm von Marianne Kapfer und Olga Delane

Endstation Krasnokamensk. Kurz vor der chinesischen Grenze, tief in der sibirischen Steppe endet die Bahnstrecke. Als hier vor 40 Jahren Geologen Uran fanden, wurde die „geheime Stadt“ Krasnokamensk gegründet. Dieser Ort existierte lange Zeit auf keiner Landkarte. Heute ist dort Asiens größte Uranmine und ein Straflager.
"Verstrahlt, verdammt, verlassen." Das war das einhellige Urteil über die Stadt, als sie durch die Verbannung des Oligarchen Chordorkowskij für kurze Zeit in den Focus der Weltpresse gelangte.

Ein Heimatbesuch. Olga Delane lebte 16 Jahre in Krasnokamensk. Radioaktivität war damals kein Thema. Sie war wie die meisten Bewohner stolz auf ihre schöne neue Stadt.
16 Jahre später besucht sie ihre alte Heimat mit dem Wissen, dass sich hier eine Umweltkatastrophe abspielt. Wie leben und überleben die Menschen, ihre Freunde dort angesichts der Strahlenbelastung? Wo ist ihr Vater, den sie nie kennenlernte, von dem sie aber weiß, dass er – wie fast jeder in der Stadt - im Urankombinat arbeitet? Berührend und zugleich heiter zeigt der Film die schwierige Suche nach der Antwort auf diese Fragen.

Regiekommentar zu “Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch“

„Krasnokamensk, dreißig Jahre lang eine geschlossene Stadt, ohne Ortsschilder, ohne Straßennamen, auf keiner Landkarte verzeichnet. Eine postsowjetische Tristesse.“ Berliner Zeitung.

„Krasnokamensk ist einfach nur ein Loch. Erbaut im Schatten eines Uranbergwerks. Grau und staubig. Kein Blickfang, nirgends. Schwermut, Hitze und Beton.“ FAZ

„The whiff of death still surrounds the place. Krasnokamensk, with its uranium-infected water-table, has been named "a site of environmental catastrophe", and, along with the locals' prodigious alcohol consumption and car ownership, it is no surprise that life expectancy in the town is a mere 42 years.“ The Independent

Das sind Zeitungszitate über Krasnokamensk, die wir fanden als wir über Olgas Heimatstadt recherchierten. Ein Urteil, das sich nicht mit Olgas Erinnerungen an ihre Heimat deckte. Wir wollten wissen, was dran an dem Urteil der Journalisten. Ausgestattet mit einem DEFA-Recherchestipendium von 6 Tausend Euro haben wir dann diesen Film realisiert.

Russlands größte Uranmine und ein Straflager - dafür ist Krasnokamensk im Wesentlichen bekannt. So war uns von Anfang an klar: Wenn wir einen Film über die Stadt machen wollen, dürfen wir vor Ort nicht auffallen. So begaben wir uns zu zweit auf die 8000 Kilometer lange Reise quer durch Sibirien an die chinesisch-mongolische Grenze. Kaum angekommen, wollten wir beim Chefpathologen der Stadt in Erfahrung bringen, wie es um die Strahlenbelastung der Bevölkerung steht. Da wurden wir mitten im Interview von einem Milizionär unterbrochen, der uns mitteilte, dass er vom FSB (dem russischen Sicherheitsdienst) beauftragt wurde, um auf uns “aufzupassen“.

Wenige Tage danach ließ uns der Bürgermeister der Stadt zu sich rufen. Wir sollten ihm Auskunft geben, was wir in seiner Stadt wollen. So wurde er einer unserer Protagonisten: entgegen der Befürchtungen und Mutmaßungen der Bergarbeiter und Stadtbewohner sieht er seine Stadt als völlig gesund, sauber und unbelastet von der Strahlung der nahegelegen Uranabraumhalden.

Trotzdem haben wir die Aufnahmen vom Uranabbau versteckt aus dem Auto machen müssen. Aber alles in allem hatten wir Glück: wir haben tolle Menschen getroffen, die uns sehr vertrauensvoll ihre Geschichten erzählten. Es schien, als hätte die Stadt nur auf uns gewartet und sie lieferte uns all das, was wir für einen guten Stoff gebraucht haben.

Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch.
Ein Dokumentarfilm von Marianne Kapfer und Olga Delane

Buch, Regie, Schnitt: Marianne Kapfer, Olga Delane
Kamera: Marianne Kapfer,
Musik:Moloka Stakan

Mit: Alexander Chamraev, Alexej Nazarov, Eduard Volgin, Galina Postoenko, Lilija Volgina, Tamara Nazarova.
Full HD, 16:9, PAL, 87 min, 2013.
Gefördert von DEFA-Stiftung

Kontakt: Marianne Kapfer Filmproduktion, Lützowstr. 97. 17, 10785 Berlin
Tel.: 030-21232835, Этот адрес электронной почты защищён от спам-ботов. У вас должен быть включен JavaScript для просмотра.
www.krasnokamensk-film.com
©Marianne Kapfer Filmproduktion 2013

ab dem 27.6 Babylon/ Berlin
ab dem 27.6 bis 3.7 Kino-im-Dach/ Dresden
ab dem 5.7 Studio im Isabella/ München
am 27.9 Sakharov Zentrum/ Moskau

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Информационная служба "Русское поле"

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