"Hintergrund und Programm der Integrationskonferenz am 7. September 2013 in Hamburg"

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Integrationskonferenz "Die Rolle von russisch sprachigen Zuwanderern in Integrationsprozessen in Deutschland - zu integriert um sichtbar zu sein?"
Datum: Samstag, den 07. September 2013, 14.00 – 17.00 Uhr. Ort: Hamburg, Deutschland.

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Hintergrund:

In Deutschland leben mehr als drei Millionen russischsprachige Personen. Bislang hat die Politik diese Migrantengruppe wenig beachtet, weil es auch schwer ist, diese multikulturelle Gruppe statistisch zu erfassen. Menschen, die Russisch als gemeinsame Sprache haben, kommen aus 15 verschiedenen Ländern. Viele von ihnen sind integriert, sind erfolgreich im Beruf und Ausbildung oder sind selbständig. Gleichzeitig ist das Bild in der Öffentlichkeit häufig von Negativbeispielen geprägt.

Unbemerkt von der Mehrheitsgesellschaft engagieren sich russisch sprachige Mitbürger auch ehrenamtlich: Sie sind mittlerweile in mehr als 400 Vereinen organisiert und fördern Kultur, Spracherwerb und Integration ihrer Landsleute und anderer Migranten in die deutsche Gesellschaft. Immer aktiver engagieren sie sich auch in Gremien und Integrationsbeiräten. Allerdings haben die Russischsprachigen eine relativ kurze Zuwanderungsgeschichte in Deutschland. So können sie noch viel lernen, um sich viel aktiver in der Politik und Verwaltung zu engagieren und Interessen ihrer Bevölkerungsgruppe zu vertreten.

Ziel der Konferenz:

Entscheidungsträger in der Politik und Verwaltung auf die Integrationserfolge russisch sprachiger Migranten aufmerksam zu machen, die Probleme und Herausforderungen bei der Integration zu zeigen und dies multinationale Gruppe mit einer gemeinsamen Sprache und Sozialisation sichtbar zu machen. Gleichzeig soll im Dialog mit erfolgreichen Politikern, auch mit Migrationshintergrund Anregungen für mehr Partizipation und Teilhabe erarbeiten werden.

Ablauf der Konferenz:

Nach Grußworten wird ein Vortrag „Die Rolle von russisch sprachigen Zuwanderern in Integrationsprozessen in Deutschland“ gehalten. Die Referentin geht auf die Erfolge, Chancen, Herausforderungen und Stolpersteine von russisch sprachigen Mitbürgern ein. Dabei werden Fragen an die Podiumsdiskussion formuliert. In anschließender Diskussion mit Politikern, auch mit Migrationshintergrund, und russisch sprachigen Mitgliedern in Integrationsbeiräten wird im Podium rund um folgende Themen diskutiert:

  • Mehrsprachigkeit und Multikulturalität: ein Faktor für erfolgreiche Integration?
  • Politische Bildung: wie gelingt eine politische Partizipation?
  • Anerkennung von Abschlüssen: nur eine Lösung für Neuzuwanderer?
  • Zugang zum Arbeitsmarkt: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel – Chance für Russischsprachige?

Nach der Pause werden die Anregungen der Podiumsdiskussion nach der Wold-Coffee-Methode von russisch sprachigen Mitgliedern der Integrationsbeiräte zu Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Die Dokumentation der Konferenz und die Handlungsempfehlungen werden Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung auf lokaler, regionaler und Bundesebene zur Verfügung gestellt.

Ablauf
14.00-14.30 Einlass und Anmeldung
14.30–15.20 Eröffnung: Boris Silberberg, Vorsitzender Koordinationsrat der russischsprachigen Vereine in Hamburg

Valentina Müller, Pressesprecherin Koordinationsrat der russischsprachigen Vereine in Hamburg
Vortrag „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“

Elena Wrede, AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

15.20–16.45 Podiumsdiskussion „Russisch sprachige Zuwanderer – zu integriert um sichtbar zu sein?“ über die Rolle von russisch sprachigen Migranten in Integrationsprozessen diskutieren:

Imke Nicolaisen, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration,    Amt für Arbeit und Integration
Kazim Abaci, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, Integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
Nikolaus Haufler, Integrationspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschafts-fraktion in Hamburg
Michael Gwosdz, Projektleiter „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“, Diakonisches Werk Hamburg
Jekaterina Skakovskaja, Vorsitzende des Kuratoriums vom Bundesverband der russischsprachigen Eltern (BVRE e.V.)
Elena Wrede, Migrationsberaterin für erwachsene Zuwanderer, IntegrationsCenter Hamburg, AWO LV SH e.V.
Viktoria Patsch, Projekt „Ich bin Hamburger!“

16.45–17.15 Pause und Austausch mit den Gästen

17.15–19.15 Wold-Coffee - Erarbeitung der Handlungsempfehlungen

Thementische:

  1. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität: ein Faktor für erfolgreiche Integration?
  2. Politische Bildung: wie gelingt eine politische Partizipation?
  3. Anerkennung von Abschlüssen: nur eine Lösung für Neuzuwanderer?
  4. Zugang zum Arbeitsmarkt: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel – Chance für Russischsprachigen?

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Informationsdienst "Russkoje Pole"